Home I sitemap I Suche I Impressum - Disclaimer I
Xyloton logo

News

 
 

Thermoholz

Thermisch modifiziertes Holz (TMT) wird bei Temperaturen von üblicherweise über  160 Grad Celsius bei  reduzierter Sauerstoffkonzentration behandelt.  Dabei werden die Eigenschaften über den gesamten Holzquerschnitt mit meist einer Abwandlung der Hochtemperaturtrocknung verändert.
Der Prozess ist eine milde Pyrolyse, wobei Hemicellulosen und α-Cellulose abgebaut, sowie der relative Ligninanteil unter Austreiben von Harzen erhöht werden. Als Abbauprodukt entstehen organische Säuren, wobei der pH-Wert sinkt und die Anzahl an OH-Gruppen (Hydroxyl-Gruppen) reduziert wird.
Bei TMT wird durch den Abbau der Hemicellulosen eine erheblich höhere Dauerhaftigkeit gegenüber holzzerstörende Pilze hervorgerufen.
Dauerhaftigkeitsklassen im Vergleich mit TMT
Holzart Dauerhaftigkeitsklasse
Natur Zustand gem. EN350-2
Dauerhaftigkeitsprüfung von TMT
nach Prüfung gegen holzzerstörende Basidiomeyceten
(Pilzbefall) EN 113
Dauerhaftigkeitsprüfung von TMT
nach Prüfung gegen holzzerstörende Moderfäule
ENV 807
Fichte 4 2-4 2-3
Kiefer 3-4 2-4 2-3
Buche 5 1-2 1-2
Esche 5 1-2 1-3
Die im Vergleich zu nativem Holz höhere Dauerhaftigkeit gegen holzzerstörende Pilze, tritt aber nicht gleichermaßen gegen holzverfärbende Pilze (Bläue, Schimmel) auf. Das Risiko ist geringer, jedoch kann bei ungünstigen Bedingungen mit Befall gerechnet werden. Auch Untersuchungen zeigen eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber holzzerstörenden Insekten wie Bockkäfer oder Anobien.

Thermisch behandelte Hölzer, sind wie naturbelassene, nicht lichtecht. Auch die Ausgleichfeuchte wird durch die Behandlung reduziert, welche zu deutlich geringeren Quell- und Schwindwerten führt.
Der Einsatz von TMT für tragende und aussteifende Bauteile erfordert einen Nachweis für die Verwendbarkeit für diese Zwecke.